Anleger der vier deutschen P&R-Gesellschaften müssen sich auf Rückforderungen gefasst machen.

FAZ Göddecke Rechtsanwälte

FAZ vom 9. April 2019

Nach Ansicht von Anwalt Gericke könnten Zahlungen der P&R-Anlagegesellschaft in den letzten vier Jahren vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens im März 2018 betroffen sein. Die Rückzahlungsansprüche könnten demnach mehr als eine halbe Milliarde Euro ausmachen.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte, dass die gesetzliche Pflicht zur Prüfung von Rückzahlungsansprüchen bestehe. Davon könnten auch Anleger betroffen sein, die vor dem Insolvenzverfahren Endzahlungen erhalten haben.

Anwalt Gericke ist skeptisch, ob die Voraussetzungen für solche Rückforderungen (Fachbegriff: Insolvenzanfechtungen) nach der Insolvenzordnung erfüllt sind. Er geht davon aus, dass der Insolvenzverwalter den P&R-Anlegern in einem Schreiben anbieten wird, Rückforderungen in einem Musterverfahren klären zu lassen.

Zudem befürchtet Anwalt Gericke eine Verknüpfung des Schreibens mit einem weiteren Punkt, der aber keine Verbindung zur Insolvenzanfechtung habe. Die Betroffenen könnten zu einer Forderungsanmeldung aufgefordert werden und würden dann auf ihre Ansprüche gegenüber der Schweizer P&R-Gesellschaft verzichten.

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