Wirecard – Alles nur ein Schauspiel?

Und täglich grüßt das Murmeltier… Die „bad news“ in Sachen Wirecard reißen nicht ab. Nun soll Ex-Vorstand Jan Marsalek sogar Schaupieler engagiert haben, damit diese Bankmitarbeiter mimen und die Wirtschaftsprüfer täuschen.

Vor dem Set. Wirecard, die nächste Klappe… und Film ab; ohne Happy End für Aktionäre? Wir zeigen Hintergründe und Lösungen auf. | E-Mail: info@rechtinfo.de - Telefon: 02241 1733 0

Und täglich grüßt das Murmeltier…

Die „bad news“ in Sachen Wirecard reißen noch nicht ab. Während nach dem ex-Vorstand Jan Marsalek immer noch gefahndet wird – mittlerweile auch durch Interpol – tauchen immer neue „Räuberpistolen“ auf. Man kann es kaum glauben, was die Verantwortlichen von Wirecard, allen voran Jan Marsalek, sich alles haben einfallen lassen, um die Erfolgsstory von Wirecard immer weiter schreiben zu können.

So wurden die Wirtschaftsprüfer bei der Stange gehalten

Folgenden Coup hatte sich wohl Ex-Vorstand Marsalek nur ausgedacht, um die Wirtschaftsprüfer von E & Y bei der Stange zu halten. Marsalek soll offenbar Schauspieler engagiert haben, damit diese Bankmitarbeiter mimen.

Außerdem soll er in Südostasien Kulissen errichtet haben, eigens um damit Bankzweigstellen vorzutäuschen. Dieses ganze Theater diente wohl ausschließlich dazu, die Wirtschaftsprüfer zufriedenzustellen, damit diese die erforderlichen Testate ausstellen konnten. Anscheinend war Marsalek damit lange Zeit erfolgreich.

wirecard sudostasien

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So lief die Prüfung des Südostasien-Geschäfts

Für die Prüfung der Geschäftsunterlagen in Südostasien forderten die Prüfer anscheinend zehn Jahre lang keine Original-Belege sondern gaben sich mit screenshots oder Kopien zufrieden.

Die Testate der Prüfer folgten anstandslos Jahr für Jahr. Anfang dieses Jahres 2020 allerdings verdichteten sich die Anzeichen, dass etwas nicht stimmen könnte. 

Daraufhin flogen Angestellte von EY und KPMG nach Südostasien und forschten nach Beweisen für die Existenz von 1,9 Milliarden Euro, die Wirecard angeblich auf Treuhandkonten bei zwei philippinischen Banken deponiert hatte.

Fehlanzeige. Die fehlenden 1,9 Milliarden Euro tauchten nicht mehr auf. Das Ende des einstigen Börsenstars wurde damit eingeläutet.

Wo ist Marsalek?

Eine „bühnenreife“ Leistung der besonderen Art legt das ehemalige Vorstandsmitglied von Wirecard Marsalek mittlerweile vor. Seit dem öffentlich werden des Bilanzdesasters ist der Vorstandskollege von Markus Braun auf der Flucht und wird international mit Haftbefehl gesucht.

Auch diese Fahndung nach dem mutmaßlichen Strippenzieher Marsalek trägt bizarre Züge und setzt ganz auf Öffentlichkeit: Denn in großformatigen Plakaten ist das Bild von Jan Marsalek an vielen Straßen Deutschlands zu sehen – verbunden mit der Aufforderung, Hinweise zu seinem Aufenthalt per Telefon zu geben.

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Beitrag vom 25.08.2020

Wirecard – Verdacht auf Insiderhandel

Es ist schon auffällig, dass Wirecard-CEO Markus Braun kurz vor dem Zusammenbruch von Wirecard einen Großteil seiner Aktienpakete verkaufte. Das passierte, bevor der Aktienkurs des Unternehmens in den Keller rauschte. Hatte Braun seine Kenntnisse über den weiteren Verlauf des Unternehmens genutzt, um für sich noch schnell Kasse zu machen?

Insiderhandel gehört nicht zu den Kavaliersdelikten. Kann dieser nachgewiesen werden, drohen Haft- und Geldstrafen. Fragen Sie Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht | E-Mail: info@rechtinfo.de - Telefon: 02241 1733 0

Inhalt:

Hat Wirecard-CEO Braun Insiderhandel betrieben?

Dem Ex-Vorstandschef Markus Braun von Wirecard wird durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Last gelegt, verbotenen Insiderhandel betrieben zu haben. Konkret soll es um den Verkauf von Wirecard-Aktien für 6,6 Millionen Euro gehen. Der Verkauf fand einen Tag bevor der Zahlungsabwickler Insolvenz angemeldet hatte, statt. Den größten Teil seines Aktienpakets hatte Braun jedoch bereits am 18. und 19. Juni 2020, eine Woche vor Insolvenzanmeldung von Wirecard, für 155 Millionen Euro veräußert. Die BaFin hat mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft München Anzeige gegen die MB Beteiligungsgesellschaft erstattet, hinter der Braun steht.

Was ist Insiderhandel?

Das Verbot des Insiderhandels ist in der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) festgeschrieben. Dabei geht es konkret um den Versuch oder das Tätigen von Insidergeschäften, die Verleitung oder Anstiftung eines Dritten zur Vornahme von Insidergeschäften sowie die unrechtmäßige Offenlegung von Insiderinformationen. Wenn also jemand beispielsweise eine Aktie unter Nutzung einer Insiderinformation für eigene oder fremde Rechnung direkt oder indirekt erwirbt oder veräußert, liegt der Verdacht von Insiderhandel nahe. Das sind keine sogenannten Kavaliersdelikte. Diese Taten werden mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafen bedroht.

Wer gehört zum Kreis der Insider?

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Wer über kurserhebliche Informationen verfügt, bevor diese Informationen öffentlich werden, gilt als Insider. Als Insider kommt beispielsweise in Betracht, wer am Kapital eines Unternehmens oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens beteiligt ist. Diese Person kann aufgrund ihrer Tätigkeit im Unternehmen Kenntnisse erlangen, die zu erheblichen Kursbeeinträchtigungen führen können, wenn diese Kenntnisse zu entsprechenden Aktivitäten (z. B. Käufe oder Verkäufe) am Börsenmarkt führen. Zu dem Personenkreis zählen zum Beispiel Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder des betreffenden Unternehmens. Ferner kommen diejenigen, die wegen ihres Berufes oder ihrer Aufgabe Kenntnisse erlangen in Betracht, zum Beispiel Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater sowie Unternehmensberater.  

Wann spricht man von einer Insiderinformation?

Die Definition des Begriffes Insiderinformation ist ebenfalls im MMVO zu finden. Es handelt sich dabei um eine präzise Information über einen Umstand mit Bezug zu einem Wertpapieremittenten. Die Information muss der Öffentlichkeit unbekannt sein sowie den Kurs des Wertpapiers des betreffenden Unternehmens erheblich beeinflussen können. Eine Eignung zur Kursbeeinflussung besitzt eine Information, wenn sie durch einen verständigen Anleger bei seiner Anlagestrategie berücksichtigt würde.

Es kommen dabei folgende Tatsachen in Betracht: Übernahmeangebote, ein Forschungserfolg des Unternehmens, unerwartete Gewinnsteigerungen, ein unerwarteter Gewinneinbruch, Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung des Unternehmens sowie Unternehmensfusionen und Personalveränderungen.

Als hinreichend präzise gilt eine Information, wenn man davon ausgehen kann, dass die Information den Kurs des Finanzinstruments beeinflussen könnte, wäre sie der Allgemeinheit bekannt. Dies trifft in der Regel nicht auf bloße Gerüchte zu. Sofern ihr Eintritt hinreichend wahrscheinlich ist, können auch solche Umstände Insiderinformationen darstellen, die erst in der Zukunft eintreten, etwa der beabsichtigte Rücktritt eines führenden Managers.

Überwachung des Insiderhandels

Aufgabe der Insiderüberwachung ist es, Insiderhandel zu unterbinden. Hierfür sind in den westlichen Staaten nationale Börsen- und Wertpapieraufsichtsbehörden zuständig. Ihr Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit der Wertpapiermärkte sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu sichern. Eine Überwachungsaufgabe ist das Aufspüren und Verfolgen verbotener Insidergeschäfte.

Die BaFin untersucht täglich die Geschäfte in vermeintlichen Insiderpapieren mit Hilfe von speziellen EDV-Programmen. Dies geschieht sowohl automatisiert als auch manuell. Dabei wird insbesondere auf auffällige Kursbewegungen oder verdächtige Umsätze geachtet. Diese Überwachungsmechanismen filtern täglich aus den Umsätzen an den Börsen sowie aus dem außerbörslichen Handel Auffälligkeiten heraus.

Darüber hinaus müssen Banken und Sparkassen Geschäfte, die Verdachtsfälle  auf Insiderhandel begründen könnten, der BaFin anzeigen.

FAQ zum Thema Wirecard Insiderhandel

Wenn jemand beispielsweise eine Aktie unter Nutzung einer Insiderinformation für eigene oder fremde Rechnung direkt oder indirekt erwirbt oder veräußert, könnte es sich um ein Insidergeschäft handeln.

Wer am Aktienmarkt Insidergeschäfte tätigt, die den Kurs der betreffenden Aktie erheblich beeinflussen, betreibt Kursmanipulation. Diese Geschäfte sind verboten und werden mit Haft- und Geldstrafen geahndet.

Die Definition des Begriffes Insiderinformation ist in der Marktmissbrauchsverordnung (MMVO) zu finden. Bei der Insiderinformation handelt sich um eine präzise Information über einen Umstand mit Bezug zu einem Wertpapieremittenten. Die Information muss der Öffentlichkeit unbekannt sein sowie den Kurs des Wertpapiers des betreffenden Unternehmens erheblich beeinflussen können. Eine Eignung zur Kursbeeinflussung besitzt eine Information, wenn sie durch einen verständigen Anleger bei seiner Anlagestrategie berücksichtigt würde.

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Beitrag vom 06.08.2020

So hilft der Staat und Europa den Unternehmen durch die Corona-Krise

Der Staat und Europa helfen mit weiteren Projekten und Maßnahmen den Unternehmen durch die Corona-Krise. Was für neue Förderungsmöglichkeiten für Ihr Unternehmen besteht, erfahren Sie hier.


Corona-Krise – So helfen der Staat und Europa den Unternehmen durch die Krise. Telefon:02241 1733 0 – E-Mail:info@rechtinfo.de

 

  • Weitere Hilfspakete für Unternehmen durch den Staat
  • Hilfsprojekte auch auf europäischer Ebene

Bislang hat es noch nie so weitreichende Folgen durch einen Virus gegeben wie durch das Coronavirus (COVID19). Die Corona-Krise stellt Deutschland, Europa und die anderen Staaten der Welt vor beispiellose Herausforderungen. Mit einem nie zuvor dagewesenen Maßnahmenbündel sorgt die Bundesregierung unter anderem dafür, dass Unternehmen weitreichend unterstützt werden.

Bei dem Corona-Schutzschild für Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen handelt es sich um das größte Hilfsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Umfang der haushaltswirksamen Maßnahmen beträgt mehr als 350 Milliarden Euro und der Umfang der Garantien insgesamt mehr als 810 Milliarden Euro.

Die folgende Übersicht zeigt die verschiedenen Projekte zur Unterstützung der Unternehmen. 

Staat Staatshilfe Corona-Krise


Quelle: Bundesministerium der Finanzen
1 Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Das Corona-Virus hat nicht nur Deutschland, sondern auch Partner in der EU und weltweit hart getroffen. Deutschland tritt verstärkt für multilaterale Kooperation und internationale Solidarität ein. Die Bundesregierung ist der Ansicht, dass nationale Alleingänge keine Lösung sein können, weder in Europa noch weltweit.

So wurde kürzlich auf europäischer Ebene ein Solidaritätspaket in Höhe von 540 Milliarden Euro geschnürt, das aus drei Säulen besteht. In der folgenden Übersicht sind die drei Teile des Solidaritätspaketes aufgeführt.


Quelle: Bundesministerium der Finanzen
1 Europäischer Stabilitätsmechanismus
2 Europäische Investitionsbank

 

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Beitrag vom 03.06.2020

BAFA So hilft das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Unternehmen durch die Corona-Krise

Das Coronavirus (COVID 19) mit seinen extremen Auswirkungen hat auch die Wirtschaft mit voller Wucht getroffen. Der Staat versucht mit vielen Hilfsmaßnahmen und Sonderprogrammen einen Super-Gau zu verhindern. Dabei sind viele der Bundesbehörden aufgerufen, schnell und unbürokratisch, die beschlossenen Maßnahmen umzusetzen.

Das Coronavirus – weitreichende Belastungen für die Wirtschaft und ihre Unternehmen. BAFA soll helfen. Unterstützung durch GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE. Telefon:02241 1733 0 – E-Mail:info@rechtinfo.de

 

Bislang hat es noch nie so weitreichende Folgen durch ein Virus gegeben wie durch das Coronavirus (COVID19). Die wirtschaftlichen Auswirkungen durch das Coronavirus zeichnen sich bereits jetzt extrem ab und zwingen den Staat, u. a. den in Schwierigkeit geratenen Unternehmen mit diversen Hilfspaketen unter die Arme zu greifen. Viele (untergeordnete) Bundesbehörden wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) helfen dabei, die beschlossenen Maßnahmen schnell und unbürokratisch umzusetzen.

  • Viele Unternehmen leiden unter Coronavirus
  • Staat schnürt Hilfspakete für Unternehmen
  • Unbürokratische Hilfe für Unternehmen durch den Staat

Inhalt:

Wie hilft das BAFA den Unternehmen in der Corona-Krise?

Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten. Ab sofort können diese Unternehmen einen Antrag für Beratungsleistungen bis zu einem Beratungswert von 4.000,00 Euro beim BAFA stellen. Die Beratung muss sich auf die durch die Corona-Krise hervorgerufenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten beziehen. Unternehmen, die schon vorher in wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren, können nicht gefördert werden. 

Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert. Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht bezuschusst werden.

BAFA – Wer darf diese Unternehmen beraten?

BAFA

Wer darf denn jetzt diese Unternehmen beraten? Sprechen Sie mit einem Anwalt aus Siegburg der Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE

Beratungen können vom BAFA nur gefördert werden, die von selbstständigen Beraterinnen, Beratern oder Beratungsunternehmen (im folgenden Berater genannt) durchgeführt werden und deren überwiegender Geschäftszweck auf entgeltliche Unternehmensberatung (mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes) gerichtet ist. Darüber hinaus muss der Berater die für den Beratungsauftrag erforderlichen Fähigkeiten und die notwendige Zuverlässigkeit besitzen.

Eine ordnungsgemäße Geschäftsführung insbesondere eine richtlinienkonforme Durchführung der Beratung muss gewährleistet sein. Des Weiteren verpflichtet sich der Berater eine hohe Qualität zu praktizieren und dies gegenüber der Bewilligungsbehörde mit einem Nachweis zu belegen. Der Berater sollte beim BAFA als solcher registriert sein. Eine Liste mit registrierten Beratern des BAFA ist leider nicht einsehbar.

Wo finde ich einen geeigneten Berater?

Beratung ist eine Dienstleistung, die zu den betrieblichen Wünschen und Anforderungen passen muss. Die Bezeichnungen Unternehmens-, Betriebs-, Wirtschaftsberater oder Consultant sind nicht gesetzlich geschützt. Daher hat dies in der Praxis dazu geführt, dass sich in Deutschland einige tausend Personen als Beraterinnen oder Berater bezeichnen.  Deshalb sind die Suche und sorgfältige Auswahl eines geeigneten Beraters besonders wichtig. So können Empfehlungen eine Hilfe sein; gegebenenfalls helfen, die zuständige Kammer sowie Berufs- und Branchenverbände weiter. Eine wirtschaftsrechtliche Rechtsanwaltskanzlei kann sowohl selbst beraten und ebenfalls bei der Suche nach einem Berater unterstützen.

Was kostet die Beratung?

Beratungshonorare werden in der Regel als Tageshonorare auf Basis von Beratertagen vereinbart. Vorsicht ist bei Honoraren auf Stundenbasis geboten. Die Honorare variieren erfahrungsgemäß je nach Qualifikation, Know-how oder Problemlösungskompetenz zwischen 600,00 Euro und 5.0000,00 Euro pro Tag. Entscheidend sind die Gesamtkosten einer Beratung. Diese sollten die Beratungstätigkeit im Unternehmen, die Berichterstellung und die Reisekosten sowie sonstige Auslagen (z. B. für das Ausfüllen von erforderlichen Formularen) enthalten. 

Wie sieht die Beratungsleistung für die Unternehmen aus?

Die Beratung von Jung- oder Bestandsunternehmen kann im Rahmen folgender Beratungsschwerpunkte gefördert werden.

  1. Allgemeine Beratung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
  2. Spezielle Beratung – um strukturelle Ungleichheiten auszuräumen – können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung gefördert werden.
  3. Zusätzlich können Unternehmen – in Schwierigkeiten durch die Corona-Krise – zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.
  4. Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung stellen. Die jeweilige Fördermaßnahme muss als Einzelberatung durchgeführt werden. Die Beratungsleistung muss vom Berater in einem schriftlichen Beratungsbericht dokumentiert werden.

 Was ist das BAFA?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt am Main wurde 1954 gegründet und ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Es übt auch Aufgaben für andere Bundesministerien aus.

Zu den Aufgaben und Zuständigkeiten gehören:

Ausfuhrkontrolle

Im Bereich der Außenwirtschaft übt das BAFA Aufgaben der Exportkontrolle aus. Ausfuhrkontrollen dienen dazu, Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland und der Völkergemeinschaft zu schützen. So bedürfen bestimmte Güter bei der Ausfuhr in bestimmte Länder einer Genehmigung. Auf dem Gebiet des Außenhandels erteilt das BAFA Genehmigungen für die Einfuhr von Waren der gewerblichen Wirtschaft in das Gebiet der EU (z. B. Holz, Textilien und Stahl).

Energie

Im Bereich Energie fördert das BAFA energieeffiziente Techniken stromintensiver Unternehmen. Das BAFA fördert neben Elektroautos auch Plug-in-Hybride.

Wirtschafts- und Mittelstandsförderung

Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung ist die Abwicklung von Programmen für kleine und mittlere Unternehmen, wie die Förderung von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten, die Förderung unternehmerischen Wissens. Ziel der Mittelstandsförderung ist es, bestehende Wettbewerbsnachteile bei kleinen und mittleren Unternehmen gegenüber Großkonzernen abzubauen.

Wirtschaftsprüferaufsicht

Neben der Fachaufsicht über die Wirtschaftsprüferkammer ist es insbesondere Aufgabe der Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS), bei Berufsangehörigen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die Abschlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse vornehmen, stichprobenartig und ohne besonderen Anlass zu ermitteln.

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Beitrag vom 07.05.2020