Kapital-markt intern vom 25.09.20: Rechtsanwalt Marc Gericke von GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE zum Vorschlag des Insolvenzverwalters Jaffé

Es ist soweit. Die erste Abschlagzahlung in Höhe von 400 Millionen Euro steht zur Verteilung an und die Investoren sollen bis 17. November 2020 darüber im Umlaufverfahren abstimmen (wegen Corona gibt es keine Präsenzveranstaltung).

Der Vorschlag des Insolvenzverwalter Jaffé sieht so aus: Die Verteilung erfolgt in dem Verhältnis, in dem sich die Ansprüche der Anleger prozentual auf alle deutschen P & R- Gesellschaften zusammen verteilen. Aus seiner Sicht gibt es hierzu keine Alternative.

Rechtsanwalt Gericke sieht ebenfalls keine Alternative zu dem Vorschlag des Insolvenzverwalters und empfiehlt den Anlegern, dem Vorschlag zuzustimmen. Eine Verteilung der Erlöse in gleicher Weise an alle Anleger kann zwar einige Anleger benachteiligen, eine genaue Aufteilung nach Berechnung wäre jedoch sehr zeitaufwändig und kostenintensiv und daher wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Wirecard – Aufstieg und Fall eines Börsenstars

Wirecard, einst als FinTec-Aufsteiger gefeierter Börsenliebling, stürzte so schnell und radikal ab, dass viele sich fragten, wie das passieren konnte. Wirecard kannte viele Jahre nur den Weg nach oben und die Visionen des Konzernlenkers Braun wurden immer wieder von dem enormen Wachstum gestützt.

Hier erfahren Sie die aktuellen News der Wirecard-Insolvenz von Fachanwälten der Siegburger Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE | E-Mail: info@rechtinfo.de - Telefon: 02241 1733 0

Wirecard, einst als FinTec-Aufsteiger gefeierter Börsenliebling, stürzte so schnell und radikal ab, dass viele sich fragten, wie das passieren konnte. Wirecard kannte viele Jahre nur den Weg nach oben und die Visionen des Konzernlenkers Braun wurden immer wieder von dem enormen Wachstum gestützt.

Zum Geschäft des Unternehmens. Was war die Geschäftsidee, die so schnell zum Erfolg führte und dem Unternehmen einen Platz in dem wichtigsten deutschen Börsenindex DAX bescherte? Einfach und zusammenfassend gesagt, kümmerte sich das Unternehmen um die technische Abwicklung von Zahlungsvorgängen, sodass beispielsweise Händler nicht mehr mit einzelnen Anbietern (Paypal usw.) Verträge abschließen mussten. Wirecard bündelte diese Vorgänge in einem weltweiten System. Nicht zuletzt zählten – um nur zwei zu nennen – die Fluggesellschaft KLM und der Kreditkartenanbieter VISA zu den Kunden von Wirecard.

Diese einmalige Wachstumsgeschichte bekam erste Kratzer, als Journalisten der „Financial Times“ dem Unternehmen unter anderem Geldwäsche und frisierte Bilanzen vorwarfen. Wirecard hingegen ging in die Offensive und warf den Journalisten ihrerseits Marktmanipulation vor und fand mit dieser Version sogar Fürsprecher bei der deutschen Bankenaufsicht BaFin.

Erst als Wirtschaftsprüfer dem Unternehmen ein vernichtendes Gutachten erstellen und Testate verweigern, kommt die Kugel auf dem Weg nach unten ins Rollen.

 

Die folgende Chronik beleuchtet den Werdegang von Wirecard von 1999 bis Juni 2020.

1999

Gründung der Wirecard AG mit Sitz in Aschheim bei München

2008

Die Schutzgemeinschaft für Kleinaktionäre (SdK), vertreten durch Carsten Straub, beschuldigt das Unternehmen auf deren Hauptversammlung, dass die Bilanzierung intransparent sei.

2015

Wirecard tritt an Stelle der Commerzbank in den DAX

April 2019

Die BaFin setzt – wegen verspäteter Veröffentlichung eines Finanzberichts – gegen Wirecard ein Bußgeld in Höhe von 1,52 Millionen Euro fest.

September 2019

Wirecard platziert die erste Investment-Grade-Anleihe bei institutionellen Investoren. Die Anleihe ist zweifach überzeichnet. Wirecard erhält von der Ratingagentur Moody’s ein Rating von Baa3 (Emittenten- und Emissionsrating).

April 2020

KPMG legt die Ergebnisse seiner forensischen Untersuchung vor. Wirecard teilt in einer Pressemeldung mit, dass keine belastenden Belege für Bilanzmanipulationen gefunden wurden. Alle Prüfberichte für den Zeitraum 2016 bis 2018 hätten keinen Korrekturbedarf ergeben.

Februar und Mai 2020

Wirecard veröffentlicht einen Report mit den Daten der Geschäftsjahre 2013 und 2018. Der Geschäftsbericht 2020 soll am 18. Juni 2020 veröffentlicht werden. Ergebnis: Der Cashflow entwickelt sich parallel zum Umsatz: Wirecard ist ein finanziell solides Unternehmen.

18. Juni 2020

Der Vorstand von Wirecard gibt bekannt, dass die Abschlussprüfer von Ernst und Young (EY) für den Jahresabschluss 2019 aufgrund unberechtigter Bankbetätigungen die Prüfung nicht abschließen können. Laut EY besteht der Verdacht, dass dem Wirtschaftsprüfer von Treuhändern oder den beteiligten Banken falsche Salden in betrügerischer Absicht übermittelt worden seien. Es wird vermutet, dass Wirecard in einem Betrugsfall zum Geschädigten geworden sei.

22. Juni 2020

Wirecard teilt mit, dass Salden auf Treuhandkonten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro höchstwahrscheinlich nicht existieren. Diese Summe war in der Bilanz als Aktivposten ausgewiesen worden.

BaFin-Chef Hufeld räumt Fehler bei der Aufsicht ein und weist aber darauf hin, dass die BaFin formal nur Durchgriffsrechte in die Wirecard-Bank und nicht den gesamten Wirecard-Konzern habe.

23. Juni 2020

Aufgrund einer Anzeige der BaFin wird der Geschäftsführer von Wirecard, Markus Braun, von der Staatsanwaltschaft München I verhaftet.

25. Juni 2020

Wirecard stellt Antrag auf Insolvenz.

Die BaFin setzt einen Sachverwalter für die Wirecard-Bank ein. Die Bank soll vom Mutterkonzern abgespalten und damit vom Insolvenzverfahren ausgenommen werden.

EY erklärt, dass es bei Wirecard klare Anzeichen für betrügerische Absprachen, Dokumentenfälschung und gezielte Täuschung der Öffentlichkeit gibt.

BaFin-Chef Hufeld räumt Fehler bei der Aufsicht ein und weist aber darauf hin, dass die BaFin formal nur Durchgriffsrechte in die Wirecard-Bank und nicht den gesamten Wirecard-Konzern habe.

26. Juni 2020

Die EU-Kommission beauftragt die ESMA bis Mitte Juli 2020 einen Bericht über die Finanzaufsicht im Falle von Wirecard vorzulegen.

28. Juni 2020

Gegen EY sind Klagen erhoben worden.

Sofortkontakt zu einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

    Beitrag vom 15.07.2020

    Handelsblatt vom 30.06.2020 über das von GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE erstrittene Urteil gegen die Volksbank Emmerich Rees

    Im Skandal um die Firma P&R wurde die Volksbank Emmerich-Rees verurteilt, Anleger zu entschädigen. Rund 210.000 Euro soll die Volksbank Emmerich-Rees an einen ihrer langjährigen Kunden zurückzahlen. Die Berater der Volksbank haben ihren Kunden beim Investment in P&R-Container größtenteils nicht ordnungsgemäß beraten, so das Landgericht Kleve im Mai 2020. „Die Beklagte hätte den Kläger über ein Totalverlustrisiko aufklären müssen“. Diese Begründung wird viele Anleger aufhorchen lassen, ist sie doch auf viele Verträge übertragbar. Im Moment beschäftigen sich in der Tat unzählige Gerichte mit Fragen der Beraterhaftung. Eine gefestigte Rechtsprechung ist allerdings noch nicht zu erkennen.

    Einer Berufung sehe er gelassen entgegen, sagte Anlegeranwalt Hartmut Göddecke aus Siegburg, dessen Kanzlei das Urteil gegen die Volksbank erstritten hatte. „Die Aussichten für unsere Mandantschaft sind gut, weil das Landgericht Kleve das Urteil sehr solide begründet hat.“

    Kapital-markt intern vom 19.06.2020: GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE erkämpft Urteil gegen Volksbank Emmerich-Rees

    Kapital-markt-intern berichtet über erfolgreiches Gerichtsverfahren der Siegburger Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE bei Beratung für P&R-Container. Das Landgericht Kleve hat die Volksbank Emmerich-Rees e.G. zu Schadenersatz von über 200.000 Euro im Zusammenhang mit dem Vertrieb von P&R-Containerprogrammen verurteilt (noch nicht rechtskräftig).

    Der Kläger – seit mehreren Jahrzehnten Kunde der Volksbank – legte sein Geldvermögen vorwiegend in verzinsliche Anlagen mit fester Laufzeit an. Nach Beratung durch die Bank hat diese für den Kunden auch in Schiffscontainer von P&R investiert.

    Nach Ansicht des Landgerichts Kleve hatte die Volksbank dabei gegen „die aus den Beratungsverträgen bestehende Pflicht zur anleger- und objektgerechten Beratung“ verstoßen. Das Gericht verwies dazu u. a. auf fehlende Risikohinweise auf mögliche Gefahren im Zuge des verzögerten Erwerbsprozesses der Container hin. Das Gericht stellte außerdem fest, dass die Beklagte den Kläger über ein Totalverlustrisiko hätte aufklären müssen.

    Darüber hinaus stellte das Gericht fest, dass die empfohlenen Anlagen in Schiffscontainer nicht anlegergerecht seien, da das Anlageziel der Klägerin unstreitig die Altersvorsorge war. Aus diesem Grund hätte der Kundenberater der Volksbank von der Anlage in Schiffcontainer abraten müssen. Die Klägerin hätte ausdrücklich darauf hingewiesen werden müssen, dass eine Anlage, bei der ein erhebliches Verlustrisiko besteht, nicht zur Altersvorsorge geeignet ist.

    Dies erläutert Anwalt Marc Gericke von der Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE wie folgt: Wer eine Kapitalanlage zur Vorsorge im Alter tätigen wollte, dem durfte eine Kapitalanlage in Container der P&R-Gruppe nicht empfohlen werden. Nach Ansicht des Gerichtes waren die Verlustrisiken bei dieser Kapitalanlage derart hoch, dass sie nicht mit dem Anlageziel ‚Altersvorsorge‘ vereinbar sind. Das Gericht hat diese Ansicht gut begründet. Schließlich ist nicht jede Anlageempfehlung zur Altersvorsorge fehlerhaft, nur weil ein theoretisches Totalverlustrisiko besteht. Das Gericht war daher aufgerufen, die von Anfang an gegebenen und erkennbaren Verlustrisiken zu analysieren und zu bewerten. Darüber hinaus hat die Bank – nach diesem Urteil – unsere Mandanten auch fehlerhaft bzw. beschönigend über die tatsächlichen Verlustrisiken aufgeklärt. Das LG Kleve bestätigte damit drei Aufklärungsfehler, von denen schon einer ausgereicht hätte, um die Bank zur Rückabwicklung der Verträge zu verurteilen.

    P&R-Anlegern drohen Rückzahlungen: Insolvenzverwalter wollen Rückzahlungsverpflichtung gerichtlich prüfen lassen, Anleger könnten Absicherung verlieren

    Etwa ein Jahr, nachdem für die vier deutschen P&R-Containerfirmen die Insolvenzanträge gestellt worden sind, werden die Anleger sehr unangenehme Post von den Insolvenzverwaltern in ihren Briefkästen finden.

    • Neue Forderungsanmeldungen
    • Forderungserlass und Verjährungsverzicht sollen Anfechtungsklagen absichern
    • Anleger könnten Rückgriff verlieren

    Etwa ein Jahr, nachdem für die vier deutschen P&R-Containerfirmen die Insolvenzanträge gestellt worden sind, werden die Anleger sehr unangenehme Post von den Insolvenzverwaltern in ihren Briefkästen finden.

    Einerseits möchten die Insolvenzverwalter mit den P&R – Anlegern einen Art Vereinbarung über die im Insolvenzverfahren anzuerkennenden Forderungen abschließen. Andererseits geht es um die bereits seit Langem im Raum stehende Frage einer möglichen Insolvenzanfechtung. Dies betrifft möglicherweise Zahlungen der letzten vier Jahre vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit mehr als einer halben Milliarde Euro.

    Neue Forderungsanmeldungen

    Nachdem die Insolvenzverwalter im letzten Jahr vorausgefüllte Forderungsanmeldungen versandt haben, werden nun gänzlich neue Ansprüche kommuniziert. Deswegen werden den Anlegern Angebote vorlegt, in welcher Höhe sie ihre Forderungen neu und anders anmelden können. Das Ganze soll durch eine „Vereinbarung“ erfolgen. In dieser soll es zugleich eine Form der „Erledigung“ geben, die insbesondere die Ansprüche gegen die Schweizer P&R Equipment & Finance Corp. (E&F) betreffen soll.

    Mögliche Anfechtungsklagen

    Ausgangspunkt der Insolvenzanfechtung ist, dass Zahlungen von P&R-Unternehmen an die Anleger (u.U. auch die bereits vollständig ausbezahlten Investments) vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden müssen, wenn die Bedingungen dafür erfüllt sind. Ob die Voraussetzungen nach der Insolvenzordnung erfüllt sind, ist fraglich.

    Die Insolvenzverwalter werden den Anlegern daher „anbieten“, die Frage der Anfechtbarkeit von erhaltenen Zahlungen im Rahmen von Musterverfahren zu klären. Hintergrund ist, dass anderenfalls tausende von Klagen mit ungewissem Ausgang geführt werden müssten. Daher sollen Anleger eine Vereinbarung schließen, wonach sie und auch die Insolvenzverwalter auf die Einrede der Verjährung für einen gewissen Zeitraum verzichten sollen.

    Angebot soll Haftung der Schweizer P&R-Gesellschaft verhindern

    Die Insolvenzverwalter verknüpfen hier jedoch Problemfelder, die grundsätzlich in keinem Zusammenhang zueinanderstehen.

    „Die meisten P&R Kunden werden den Brief aus München als Hilfestellung und Entgegenkommen der Insolvenzverwalter aufgreifen. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit. Das auf den ersten Blick gutaussehende Darstellung gibt den nur Anlegern etwas, worauf sie ohnehin einen Anspruch haben. Gleichzeitig sollen sie – quasi als Gegenleistung – den Erlass etwaiger Forderungen erklären“, so Anwalt Gericke. „Der Insolvenzverwalter hat immer wieder betont, dass es keine Forderungen gegen die Schweizer P&R Equipment & Finance Corp. gibt. Warum sollen die Anleger dieser dann also ausdrücklich entsprechende Forderungen erlassen? Unklar ist zudem, welche steuerlichen Auswirkungen das für Anleger hat.“

    Was sich bei isolierter Betrachtung sinnvoll anhört, kann für Anleger zum Problem werden. „Die Erledigung von Ansprüchen gegen die P&R Equipment & Finance Corp, nimmt den Anlegern möglicherweise die Grundlagen für die Verteidigung bzw. einen Rückgriff, wenn sie sich gegen die Insolvenzverwalter verteidigen müssen. Sie verzichten auf eine Versicherung, von der unklar ist, ob sie benötigt wird, die sie aber auch nichts kostet“, so Rechtsanwalt Gericke.  

    Nicht nur Verteidigung, auch auf Absicherung achten

    Bei der nach Auffassung von Rechtsanwalt Gericke unausweichlichen, gerichtlichen Klärung von Anfechtungsansprüchen ist also darauf zu achten, dass Anleger sich nicht nur gegen den Anspruch zur Wehr setzen. Für den worst case sollte man sich auch nach Möglichkeiten zur Absicherung – quasi als Versicherung – umsehen. Die P&R Equipment & Finance Corp. könnte diese Versicherung für den Anleger sein. Daher sollte man diese Versicherung nicht von vornherein durch die Erklärung einer „Erledigung von Forderungen“ aufgeben.

    Fazit: Verzicht auf Verjährungseinrede grundsätzlich ja, aber nur mit Sicherheit

    „Wir halten nichts von unnötigen und kostenintensiven Prozessen mit ungewissem Ausgang. Daher begrüßen wir die von den Insolvenzverwaltern geschaffene Möglichkeit von Musterverfahren und eines Verjährungsverzichtes grundsätzlich. Letzterer muss aber auf Augenhöhe erfolgen und die Interessen der Anleger müssen gewahrt sein. Das sehen wir hier nicht“, so Rechtsanwalt Gericke.

    GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE schulen Unternehmer für Notfallplanung

    In vielen Betrieben kommt es auf jeden Mitarbeiter an, wenn alles wie am Schnürchen laufen soll – allen voran: die Chefin oder der Chef. Auch wenn der Unternehmer ausfällt, soll es wie gewohnt erfolgreich weiter gehen. So kann ein Unfall – sei es beim Sport, beim Autofahren oder im Betrieb – dem gewohnten und gut eingespielten Ablauf schnell ein Ende bereiten. Ebenfalls kann eine ernsthafte Krankheit ein erhebliches Ausfallrisiko mit sich bringen.

    Das muss aber nicht sein. Mit einer guten Notfallplanung kann alles weiter geregelt seinen bewährten Gang gehen. Wie der Erfolg auch bei dem Ausfall von entscheidenden Personen gesichert bleibt, erklärt Anwalt Hartmut Göddecke am Netzwerkabend am 20. März 2019 ab 18.00 im PODIUM49 in Bonn auf. „Notfallmappe“ lautet deshalb kurz, knapp und prägnant der Titel seines Vortrages.  Hier geht es um Praxistipps und Checklisten, die sofort einsatzbereit sind. Sie wollen sich zu diesem Netzwerkabend anmelden! Genauere Informationen und die Option zur verbindlichen Anmeldung finden Sie hier

    Was muss in die Notfallmappe?

    Wichtig sind Checklisten, an denen sich Mitarbeiter orientieren können. Es sollte auch klar sein, wo sich diese befinden und wer konkret für welche Aufgaben zuständig ist. Klare Stellvertreterregelungen und ausreichende Vollmachten schaffen konkrete Kompetenzen.

    Ein Testament, das viele Unternehmer längst abgeschlossen haben, nutzt in solchen Situationen nichts; denn es geht ja nur um eine Übergangszeit, die ausgefüllt sein muss. So müssen Passwörter für den Systemzugang hinterlegt sein und eine Anleitung, wie Geschäftsvorfälle behandelt werden müssen. Selbstverständlich hilft eine Adressliste mit Kommunikationsdaten über die wichtigsten Geschäftspartner, damit im Ernstfall Externe sofort Bescheid wissen. Wer zu diesem Personenkreis gehört, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich: Bei dem Kleinbetrieb werden Steuerberater und Bank dazu gehören, in einem Großunternehmen sicherlich auch die oberste Managementebene und der Aufsichtsrat. Alle diese Punkte gehören nicht in ein Testament oder einen Erbvertrag.

    Wer diese Daten an sicherer Stelle verwahrt, braucht sich keine Sorgen mehr zu machen. Ein solcher zu empfehlender Platz kann z. B. ein Partner, der Anwalt oder Steuerberater, der das Vertrauen genießt, sein.

    Notfallmappe hilft Geld sparen

    Eine Notfallmappe sichert nicht nur den Betrieb in idealer Weise, sondern hilft auch bei Gesprächen mit Banken. Denn mit der geschaffenen Sicherheit weiß ein Kreditgeber, dass es kein „Schlüsselpersonenrisiko“ gibt. In Ratings wird so eine Risikovorsorge, die keine Prämien verschlingt, ausgesprochen positiv bewertet. Kein Wunder, dass mit dem Sicherheitsnetz Notfallmappe die Kreditzinsen reduziert und damit Kosten gespart werden.

    Die Sache mit der Privatinsolvenz des Heinz Roth….


    Heinz Roth ist zahlungsunfähig

    Der Insolvenzverwalter von drei der insgesamt vier deutschen P & R – Gesellschaften, Michael Jaffè, hat Insolvenzantrag gegen den P & R Firmengründer Heinz Roth gestellt.

    Das Amtsgericht München hat dem Antrag entsprochen und das vorläufige Insolvenzverfahren (Az.: 1542 IN 3055/18) eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Herr Miguel Grosser ernannt. Auch er gehört der Münchner Insolvenzverwalter-Kanzlei Jaffè an.

    Durch diese Maßnahme möchte das Insolvenzgericht offenbar sicherstellen, dass Herr Jaffè weiterhin die Kontrolle über die in der Schweiz ansässige P & R – Gesellschaft erhält. Schließlich gehören die Anteile an dieser Gesellschaft zum Vermögen des Herrn Heinz Roth.


    Was bedeutet das für den Anleger?

    Die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Herrn Heinz Roth hat damit für die Anleger auch eine Kehrseite. Ein weiterer, potentieller Verantwortlicher des P & R – Desasters steht den Anleger für eine vollständige Kompensation des erlittenen Schadens nicht mehr zur Verfügung.

    Nach Abschluss dieses Insolvenzverfahrens dürfte aber eine Zahlung zu erwarten sein, die nach unserer Einschätzung deutlich geringer als beim Insolvenzverfahren der P & R – Gesellschaften ausfällt.

    Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens bedeutet aber auch zeitgleich, dass Anleger persönliche Schadensersatzansprüche gegen Herrn Heinz Roth nicht mehr eigenständig einklagen können. Auch eine Vollstreckung bereits gerichtlich festgestellter Ansprüche ist nun nicht mehr möglich. Es ist jedoch ratsam, diese Ansprüche zur Insolvenztabelle anzumelden.

    Nach derzeitigem Kenntnisstand kann damit erfolgsversprechend ein vollumfänglicher Ersatz des entstandenen Schadens nur noch durch Inanspruchnahme der Vermittler dieser Kapitalanlage erlangt werden.

    Dementsprechend ist die Ernennung von Herrn Grosser als Insolvenzverwalter zunächst eine gute Nachricht für Anleger von P & R. Wie wir bereits im November 2018 berichtet haben, bestünde für den Fall des Kontrollverlustes die Gefahr, dass der Geldfluss aus der Schweiz ins Stocken geraten könnte.


    Staatsanwaltschaft wird Anklage erheben

    Nahezu zeitgleich hat auch die Staatsanwaltschaft München I Aktuelles zu Herrn Heinz Roth zu verkünden. Die Behörde berichtet, dass sie noch im ersten Quartal des Jahres 2019 Anklage u.a. gegen Herrn Roth erheben wird.

    Dieser ist nicht nur Firmengründer. Er gilt gemeinhin als Kopf des Schneeballsystems P & R, welches für den Milliardenschaden bei den rund 54.000 Anleger verantwortlich ist.

    Dieseldesaster – Erklärung von GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE

    Endlich ein Ende mit dem Diesel. Hier erfahren vom Dieselskandal betroffene Autofahrer, wie sie aus dem Kredit entkommen und sich vom Dieselfahrzeug erfolgreich trennen können. Der Fehler, den die Autoindustrie an vielen Stellen gemacht hat, hat eine erfreuliche Seite. Die Details Sehen Sie auf unserer Seite diesel.goeddecke.de.

    Plastisch erklären wir, wie die Strategie funktioniert und welche Vorteile Autofahrer dabei konkret für sich verbuchen können.

    Autokäufer, die ihren Wagen finanziert haben, können sich von ihrem Problemwagen trennen. So kann der Wagen zurückgegeben werden und das Darlehen wird konsequent bei der Bank ausgebucht; bereits gezahlte Raten auf den Kredit erhält der Dieselfahrer zurückerstattet.

    Schummeldiesel behalten ist keine Lösung

    Wer kennt nicht die negativen Folgen eines Diesels: von Seiten der Gerichte drohende Fahrverbote, mögliche Umwege sowie Staus auf dem Weg zur Arbeit, Wertverluste beim Verkauf des Diesels, und dubiose Software-Updates sind nur einige der Plagen, die man sich durch eine Rückgabe des Wagens definitiv ersparen kann.

    Auch in 2019 noch möglich

    Viele Verbraucher haben die Möglichkeit genutzt, sich für die Musterfeststellungsklage in das Register einzutragen. Dieses ist eine gute Möglichkeit, möglicherweise von den großen Prozessen gegen VW, Audi und Co. zu profitieren. Aber leider muss neben dem Musterverfahren noch ein individuelles Gerichtsverfahren von jedem einzelnen später nachgeschoben werden – diese Prozesskombination aus zwei Verfahren kostet voraussichtlich viele Jahre Zeit. Wertvolle Zeit. Alle diejenigen, die das Musterverfahren nutzen, können auch zusätzlich den Weg über den Kreditwiderruf (= Widerrufsjoker) gehen. Im Ergebnis beide Chancen,  also alle Rechte gleichzeitig  nutzen. So spart man im Ergebnis unter Umständen viele Jahre Zeit.

    Sie wollen einfach mehr wissen. Dann sehen Sie sich das Video an und informieren sich auf unserer Seite diesel.goeddecke.de oder rufen uns einfach an 0 22 41 / 17 33-0.

    Landgericht München erlässt dinglichen Arrest gegen ehemaligen P&R-Geschäftsführer, Sicherung von Vermögenswerten möglich

    Das LG München hat mit Beschluss vom 14.09.2018 einem von der Kanzlei GÖDDECKE Rechtsanwälte, gleichentags beantragten dinglichen Arrest gegen Heinz Roth stattgegeben und den dinglichen Arrest in dessen Vermögen wegen einer Forderung von mehr als 180.000 € angeordnet.

    Das LG München hat mit Beschluss vom 14.09.2018 einem von der Kanzlei GÖDDECKE Rechtsanwälte, gleichentags beantragten dinglichen Arrest gegen Heinz Roth stattgegeben und den dinglichen Arrest in dessen Vermögen wegen einer Forderung von mehr als 180.000 € angeordnet. Roth kann die Vollziehung des Arrestes nur durch Hinterlegung eines entsprechenden Geldbetrages – der auch die angefallenen Rechtskosten umfasst – hemmen, andernfalls muss der die Pfändung dulden.

    LG München sieht Haftung von Roth als gegeben an

    Aufgrund der Ermittlungen der Kanzlei GÖDDECKE Rechtsanwälte ist davon auszugehen, dass die Käufer von Containern in den P&R-Gesellschaften, in denen er Geschäftsführer war, Ansprüche auf Schadensersatz haben können. Daher nahm das LG München einen Sicherungsanspruch als gegeben an.

    Das LG München sah auch einen Sicherungsgrund an und bejahte die Eilbedürftigkeit. Aufgrund des bisherigen Sachstandes besteht die Besorgnis, dass die Vollstreckung eines gegen Roth gerichteten Titels ohne Sicherungsmaßnahmen erheblich erschwert wäre.

    Roth war in verschiedenen Gesellschaften der P&R-Unternehmensgruppe Geschäftsführer. Nach aktuellen Presseberichten befindet er sich seit kurzem in Untersuchungshaft, da die Staatsanwaltschaft München die Haftgründe der Flucht- und Verdunklungsgefahr gesehen hatte.

    Anleger können Vermögenswerte für sich sichern

    Marc Gericke sieht für enttäuschte Anleger Hoffnung: „Wir freuen uns für unseren Mandanten. So sind nach den von uns durchgeführten Recherchen Werte bei Heinz Roth vorhanden.“ Denn mit dem vorliegenden Arrest ist es nun möglich, die gegenüber dem Insolvenzverwalter verweigerte Vorlage einer Vermögensauskunft zwangsweise durchzusetzen und unabhängig davon in bekannte Vermögenswerte zur Sicherung zu vollstrecken. Durch den Arrestbeschluss werden vorhandene Vermögenswerte vor einer Verschiebung bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens geschützt. Klar ist, dass die Vermögensverwerte von Roth nicht für alle rund 54.000 Anleger ausreichen werden; weshalb zügiges Handeln sinnvoll ist.

    Arrest muss durch Urteil bestätigt werden

    Ein so erzielter dinglicher Arrest muss im zweiten Schritt durch ein Urteil (ein im Fachjargon so genannter „Titel“) vor Gericht in einem ordentlichen Zivilverfahren bestätigt werden. Der Vorteil für denjenigen, der den dinglichen Arrest bereits „in der Tasche hat“: Er hat den Zugriff auf das Vermögen von Roth schon mit seiner Position gesichert. Damit ist er gegenüber den Personen, die erst später die Zwangsvollstreckung gegen den ehemaligen Unternehmenslenker betreiben, klar im Vorteil.

    In der neuesten Ausgabe von Das Investment wird über den Teilerfolg der Siegburger Kanzlei GÖDDECKE RECHTSANWÄLTE berichtet.

    Es gibt ein Hoffnungszeichen für die Anleger der P&R-Gruppe. Das Landgericht München hat einem Antrag der Kanzlei GÖDDECKE stattgegeben, der Anleger der insolventen P&R-Gruppe hoffen lässt.

    Das Landgericht München hat den dinglichen Arrest in das Vermögen des Firmengründers wegen einer Forderung von mehr als 180 000 Euro angeordnet. Demnach könne der Ex-Chef des Vermittlers von Container-Investments „die Vollziehung des Arrestes nur durch Hinterlegung eines entsprechenden Geldbetrages hemmen“. „Mit dem vorliegenden Arrest ist es nun möglich, die gegenüber dem Insolvenzverwalter verweigerte Vorlage einer Vermögensauskunft zwangsweise durchzusetzen und unabhängig davon in bekannte Vermögenswerte zur Sicherung zu vollstrecken“, erklärt Rechtsanwalt Gericke von der Kanzlei GÖDDECKE. Das gebe den Anlegern Anlass zur Hoffnung. „Durch den Arrestbeschluss werden vorhandene Vermögenswerte vor einer Verschiebung bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens geschützt.“ „Zügiges Handeln ist sinnvoll“, ergänzt Gericke. „Denn jetzt ist schon klar, dass die Vermögensverwerte nicht für alle rund 54.000 Anleger ausreichen werden.“