Müssen die Leistungen aus der Betriebsausfallversicherung versteuert werden – und falls JA: wann?

Die Leistungen der Versicherer sind zu versteuern, wenn die Beiträge zur Betriebsausfallversicherung ihrerseits steuerlich als Aufwand geltend gemacht worden sind – das dürfte wohl fast durchgängig der Fall gewesen sein.

Es handelt sich bei den Einnahmen aus der Versicherung nach der Rechtsprechung der Finanzgerichte nicht um nicht zu versteuernde Einnahmen nach § 3 Nr. 1a EStG (z. B. Krankenversicherung, Pflegeversicherung).

Sofern der Versicherungsnehmer eine einfache Einnahme-Überschussrechnung steuerlich vornimmt (§ 4 Abs. 3 EStG), sind die von der Versicherung geleisteten Schadensersatzzahlungen zu versteuern, und zwar in dem Moment, in dem sie dem Steuerpflichtigen auf dessen Konto gutgeschrieben werden.

Wenn der Versicherungspflichtige bilanziert, muss regelmäßig die Forderung aus dem Versicherungsvertrag auch dann in das steuerliche Rechenwerk eingestellt werden, wenn es noch nicht auf dem Konto eingegangen ist. Wir sehen hier allerdings angesichts gewisser Unwägbarkeiten die Option, die Versteuerung auf den Zeitpunkt nach hinten zu verschieben, nachdem der Geldeingang erfolgt ist.