Was ist der bayerische Kompromiss?

Das bayerische Wirtschaftsministerium hat zusammen mit dem DEHOGA Bayern und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. dahingehend mit mehreren Versicherern eine Art „Einigung“ gefunden, dass vom Coronavirus betroffene Gastronomiebetriebe einen pauschalen Betrag erhalten, soweit sie eine Betriebsausfallversicherung abgeschlossen hatten. Die Pauschale soll zwischen 10 und 15 Prozent der eigentlichen Versicherungsleistung liegen.

Mit diesem Kompromiss haben die Versicherer sich gleichfalls für die Zukunft gesichert, denn Teil dieses Kompromisspapier war, dass Versicherte für die Zukunft auf ihren Versicherungsschutz bzgl. Corona verzichten.

Wer nicht auf bis zu 90 Prozent seiner Versicherungsleistung verzichten möchte und kein Prozessrisiko eingehen möchte, hat die Chance mit einem Prozesskostenfinanzierer den gesamten Betrag aus seiner Betriebsausfallversicherung zu verlangen. Der Prozesskostenfinanzierer trägt das wirtschaftliche Risiko eines Gerichtsverfahrens – notfalls über mehrere Instanzen – und erhält im Erfolgsfall am Ende eine prozentuale Beteiligung an dem Schadensersatz.