Was ist Zahlungsunfähigkeit?

Bei der Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens geht es darum, dass es auf Grund seiner liquiden Situation nicht mehr in der Lage ist, die fälligen Schulden in sachgerechter Zeit zu bezahlen. Kurz und knapp: Es fehlt definitiv am Geld, ein kurzfristiger Geldzufluss in ausreichendem Maße ist nicht zu erwarten und die Kreditlinien sind vollständig ausgereizt. Als Gegenmaßnahme könnten unter Umständen Stundungsvereinbarungen mit den Gläubigern geschlossen werden.

Es gilt die Faustformel: Übersteigen die fälligen Schulden die verfügbaren Finanzmittel um mehr als 10 %, besteht Anlass, von einer Zahlungsunfähigkeit auszugehen. Eine starre Grenze gibt es allerdings nicht.

§17 Abs. 1 Insolvenzordnung

Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat.