Was ist ein Wirtschaftsgut?

Der Begriff des Wirtschaftsguts findet sich im Steuerrecht, im Zivilrecht ist er nicht bekannt. Eine Definition sucht man im Gesetz selbst vergebens. Unter einem Wirtschaftsgut kann jeder Gegenstand (= Ding oder Recht) verstanden werden, der einen (Vermögens-)Wert hat oder Kosten verursacht und damit in ein kaufmännisches Rechenwerk (Bilanz, Jahresabschluss) aufgenommen werden kann. Damit umfasst die Definition sowohl Forderungen des Steuerpflichtigen gegen Dritte als auch Sachen, die sein Eigentum sein können oder auch das Eigentum Dritter (z. B. Leasing, Mietgegenstände). Auch Investitionen und Abschreibungen werden als Wirtschaftsgüter angesehen.

Was ist eine Personengesellschaft?

Bereits wenn sich zwei natürliche oder juristische Personen zusammenschließen, um etwas gemeinsam zu bewerkstelligen, spricht man im Regelfall von einer Personengesellschaft. Ihre prägnantesten Formen sind die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR, BGB-Gesellschaft), offene Handelsgesellschaft (oHG), Kommanditgesellschaft (KG).

Was ist Sonderbetriebsvermögen II?

Zum Sonderbetriebsvermögen II gehören alle Wirtschaftsgüter, die dazu geeignet und bestimmt sind, der Beteiligung des Mitunternehmers an seiner Gesellschaft zu dienen. In der Praxis handelt es sich meistens um Gesellschaftsbeteiligungen an Kapitalgesellschaften und Grundvermögen des Mitunternehmers, damit die Beteiligung an der Gesellschaft begründet wird oder gestärkt.

Die Wirtschaftsgüter des Sonderbetriebsvermögens II gehören zivilrechtlich dem Miteigentümer, werden jedoch in der steuerlichen Betrachtungsweise der Personengesellschaft zugeordnet. Das wiederum hat zur Folge, dass Vorgänge, die auf der Privatebene des Gesellschafters stattfinden, versteuert werden (z. B. Verkauf von Grundstücken nach Ablauf der Spekulationsfrist). Als Gegenstrategie bietet sich z. B. eine konsequente Übertragung von Privatvermögen auf andere Personen bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt an.