Gewerbliche Einkünfte – welche gibt es?

Der Begriff der gewerblichen Einkünfte wird in § 2 Abs. 1 Ziff. 1 EStG genannt. § 15 EStG definiert, welche Einkünfte als gewerblich gelten. Dazu gehören beispielsweise die Einkünfte aus gewerblichen Unternehmen sowie gewerbliche Bodenbewirtschaftung (Bergbauunternehmen, Gewinnung von Torf, Steine, Erden), Gewinnanteile an offenen Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaft und artverwandten Gesellschaftsformen. Einkünfte aus Gewinnanteilen der persönlich haftenden Gesellschafter von Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaA).

Was ist Sonderbetriebsvermögen I?

Aktives Sonderbetriebsvermögen I sind alle Wirtschaftsgüter, die dazu geeignet und bestimmt sind, dem Betrieb der Personengesellschaft zu dienen, und zwar dergestalt, dass sie objektiv erkennbar zum unmittelbaren Einsatz im Betrieb bestimmt sind. Dies trifft zu für Wirtschaftsgüter, die ein Gesellschafter der Gesellschaft zur Nutzung überlässt und die von der Gesellschaft genutzt werden.

Mitunternehmerschaft – was ist das?

Die Mitunternehmerschaft ist ein Zusammenschluss mehrerer natürlicher oder juristischer Personen zu einer Personengesellschaft. Mit ihr soll ein gemeinsamer gewerblicher Zweck verfolgt werden (z. B. Abgrenzung zur reinen Vermögensverwaltung) mit dem Ziel Gewinne zu erwirtschaften. Dieser Begriff findet sich nur im Steuerrecht (§ 15 EStG). Wichtig ist, dass die daran beteiligte Person eine so genannte mitunternehmerische Initiative hat (= Mitentscheidungsrecht) und auch am unternehmerischen Risiko beteiligt ist.

Die damit typischerweise verbundenen Gesellschafsformen sind: Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR, BGB-Gesellschaft, ARGE), offene Handelsgesellschaft (oHG), Kommanditgesellschaft (KG), Partnerschaftsgesellschaft (PartG) und atypisch stille Gesellschaft oder wirtschaftlich vergleichbare Gemeinschaften.