Die Erbengemeinschaft - Rat vom Anwalt für Erbrecht

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Erbengemeinschaft auflösen: raus aus der Erbengemeinschaft

Gibt es mehrere Erben, entsteht automatisch eine Erbengemeinschaft. Dann müssen sich die Erben in vielen Punkten untereinander abstimmen und entscheiden, wie sie den Nachlass abwickeln.

Wenn man eine Erbengemeinschaft auflösen möchte, wirft dies viele Fragen auf und fördert meist auch Streitpunkte zu Tage. Jeder Miterbe muss seinen Beitrag leisten, damit der Nachlass nach dem Willen des Erblassers verwaltet und aufgeteilt wird. Benötigen Sie Unterstützung?

Die Kanzlei GÖDDECKE Rechtsanwälte berät und unterstützt Sie dabei, den optimalen Weg für Ihre Erbengemeinschaft zu finden.

Unsere Leistungen im Erbrecht

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Rechtsanwalt Nils Schulz-Hennig

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Sie benötigen eine erste Einschätzung zu Ihrer Erbengemeinschaft? Schildern Sie uns jetzt kurz Ihren Fall. Sie erhalten innerhalb von zwei Werktagen unsere kostenlose Ersteinschätzung zu folgenden Punkten:

  1. Wie sind die Erfolgsaussichten?
  2. Lohnt sich eine anwaltliche Vertretung überhaupt?
  3. Was würde Sie eine anwaltliche Vertretung ggf. kosten?
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Erbengemeinschaft - gemeinsam erben, einvernehmlich auseinandersetzen

Konfliktpotential erkennen und Eskalation verhindern
Die Erbengemeinschaft auflösen
Haben Sie Fragen zur Erbengemeinschaft?

Häufige Fragen zur Erbengemeinschaft

Die Art der Verwaltungsmaßnahme entscheidet darüber, mit welcher Stimmenmehrheit über sie beschlossen werden kann. Die Stimmenverteilung richtet sich dabei nach der Erbquote. Diese Quote gibt vor, welchen Stimmenanteil der jeweilige Erbe hat.

Grundsätzlich unterscheidet das Gesetz drei verschiedene Arten von Verwaltungsmaßnahmen:

  • Eine notwendige Erhaltungsmaßnahme kann kurzfristig und ohne Zustimmung der Miterben veranlasst werden. Notwendig ist sie dann, wenn hierdurch der Eintritt eines größeren Schadens für das Nachlassvermögen verhindert werden. In diesem Fall wird dem handelnden Erben die bereits angesprochenen Kompetenz zur Notgeschäftsführung seitens Gesetzes eingeräumt.
  • Maßnahmen der sogenannten ordnungsgemäßen Verwaltung sind der Regelfall. Hierunter fallen Maßnahmen, die im Interesse aller Erben sind und den Nachlassgegenstand selbst nicht grundsätzlich ändern oder vermindern. Ein Beispiel hierfür wären Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten an einem Haus. Über solche Maßnahmen entscheidet die Erbengemeinschaft mit einfacher Mehrheit.
  • Außerordentliche bzw. wesentliche Entscheidung über einen Nachlassgegenstand müssen einstimmig getroffen werden. Hierunter fallen Beschlüsse über den Verkauf eines Gegenstandes oder die Kündigung eines Vertrages. Hiervon umfasst sind somit Entscheidungen, durch die der Nachlassgegenstand endgültig weggegeben wird und damit nicht mehr Teil der Gesamthand ist.

Ist ins Auge gefasst, dass der Minderjährige seinen Anteil an der Erbengemeinschaft ausschlägt, so geht das nicht ohne Einschaltung des Familiengerichts. Soll ein minderjähriges Kind aus der Erbengemeinschaft ausscheiden oder soll die Erbengemeinschaft aufgehoben werden, muss ebenfalls das Familiengericht eingeschaltet werden.

Auch beim Verkauf von wertvollen Vermögensteilen (= Immobilien, Kunstgegenstände, Schmuck) hat das Familiengericht mitzureden. Unter Umständen bedeutet das, dass ein Ergänzungspfleger einzusetzen ist – das verursacht Kosten und birgt die Gefahr, dass Entscheidungsvorgänge in die Länge gezogen werden.

Es lohnt sich im Vorfeld zu überlegen, wenn ein minderjähriger Miterbe vorhanden sein wird, darüber nachzudenken, ob es nicht besser ist, einen Testamentsvollstrecker einzusetzen oder mit Vermächtnissen oder Teilungsanordnungen zu operieren.

Eine Erbengemeinschaft ist darauf ausgelegt, möglichst zeitnah beendet zu werden. Wir kennen Fälle, in denen sich die Miterben viel zu viel Zeit gelassen haben, so dass bereits die Erben der (ursprünglichen) Miterben in die Erbengemeinschaft eingetreten sind (= so genannte „fortgesetzte Erbengemeinschaft“); die Folge: Streit keimt wegen immer größer werdender Interessendivergenz auf.

Einigen sich die Miterben nicht einvernehmlich, so muss es nicht unbedingt einen Gang zum Gericht geben oder eine Teilungsversteigerung der nächste Schritt sein, da eine Mediation  in den allermeisten Fällen zu schnelleren und preiswerteren Lösungen gelangt.

Die Art und Weise, wie strategisch vorgegangen wird, wenn es um die Beendigung der Erbengemeinschaft geht, hängt im starken Maße davon ab, welche Vermögensgegenstände hinterlassen worden sind. So hat die Abwicklung von Grund und Boden ganz andere Gesetzmäßigkeiten als Anteile an Firmen, die meist erst aufwendig zu bewerten sind.

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