Insolvenz von P&R: Wie sich Anleger jetzt noch ihre Ansprüche sichern

das investment göddecke rechtsanwälte

In der August-Ausgabe von dem Fachmagazin für Kapitalanleger DAS INVESTMENT erläutern die Rechtsanwälte der KANZLEI Göddecke das schrittweise Prozedere im Insolvenzverfahren von P&R

„Wir haben mit vielen Anlegern von P&R gesprochen“, so berichten Hartmut Göddecke und Marc Gericke, beide Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht in Siegburg. Vielen der Betroffenen ist „inzwischen klar geworden, dass der P&R Milliardenskandal ‚Jura am Hochreck‘ ist“.

„Auch mit dem Ankreuzen und Unterschreiben des Formulars zur Forderungsanmeldung allein ist es nicht getan, denn der Insolvenzverwalter behält sich vor, die Forderungen ganz oder teilweise zu bestreiten“, so die Anwälte Göddecke und Gericke weiter.

„Außerdem sollten die Anleger bedenken, dass es mit der Anmeldung der Forderungen und dem Besuch der Gläubigerversammlung auch nicht getan ist. Denn das Anmelden der Insolvenzforderung ist ein Prozess und kein einmaliges Ereignis“, erläutert Rechtsanwalt Gericke.

Laut Göddecke und Gericke kommen folgende Schritte für das Insolvenzmonitoring in Frage.

Forderungsanmeldung

Frist: Rücksendung der vorgefertigten Forderungsanmeldung an Insolvenzverwalter bis zum 29.08.18.

Anmeldefrist beim Insolvenzgericht München: 14. September 2018

Höhe: Es wird empfohlen, dass zunächst die vom Insolvenzverwalter angegebenen Zahlungsansprüche angemeldet werden (u. a. Mietzahlung). Nach der Gläubigerversammlung und dem Prüfungstermin kann über Änderung des Rechtsgrundes entschieden werden.

Konflikte: Anleger können keine einzelnen Forderungen anmelden, wenn sie die Forderungsanmeldung des Insolvenzverwalters genutzt haben.

Klageverfahren

Zeitplan: Rechtsanwälte Göddecke und Gericke erwarten, dass im Spätherbst dieses Jahres der Insolvenzverwalter die garantierten Mietzahlungen festgestellt und die Rückkaufangebote für die Container bestritten hat. Eventuell werden bis dahin Abgaben zur erwarteten Insolvenzquote gemacht. Damit kann der Anleger näherungsweise errechnen, welchen Zahlungsbetrag er bei Abschluss des Insolvenzverfahrens erhalten dürfte (Insolvenzquote x festgestellte Forderungen).

Optionen: Der Anleger hat mehrere Möglichkeiten, so Göddecke und Gericke. Entweder er akzeptiert den finanziellen Verlust oder er verklagt den Insolvenzverwalter gerichtlich auf Feststellung der Forderung oder er erwägt die Rücknahme und die Neuanmeldung der Insolvenzforderungen.

Entscheidung: Da noch keine relevanten Tatsachen auf dem Tisch liegen, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Empfehlung ausgesprochen werden, für welche der drei finanziell bedeutenden Möglichkeiten sich der Anleger entscheiden sollte, so Göddecke und Gericke. Neben der individuellen Situation des Anlegers wird insbesondere das Verhalten des Insolvenzverwalters beim Prüfungstermin sowie die Informationslage nach der Gläubigerversammlung entscheidend sein. 

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