Erbengemeinschaft

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Handeln Sie gemeinschaftlich damit es beim Erbe nicht hauptsÀchlich um Streit geht. Wir beraten Sie fachlich und vollumfÀnglich. Telefon: 02241 1733 0 - E-Mail: info@rechtinfo.de

Die Erbengemeinschaft: ein Synonym fĂŒr Streit quer durch die Familie

Der Name verrĂ€t, woher der ZĂŒndstoff kommt. In einer Erbengemeinschaft mĂŒssen die Erben gemeinschaftlich handeln. Gemeinschaftlich muss festgestellt werden, welche GegenstĂ€nde zum Nachlass gehören. Außerdem muss entschieden werden, wie der Nachlass am Ende aufgeteilt werden soll. In der Zwischenzeit muss dieser Nachlass gemeinschaftlich verwaltet werden.

Oft gestaltet es sich schwierig, die notwendigen Entscheidungen rechtswirksam zu treffen. Zudem bedarf eine Vielzahl von Entscheidung der Zustimmung sÀmtlicher Mitglieder der Erbengemeinschaft. Kennen alle Miterben die rechtlichen Grundlagen und damit die eigenen Rechte und Pflichten, kann dies die Entscheidungsprozedur vereinfachen.

Noch einfacher wird es allerdings, wenn sich der Erblasser selbst zu Lebzeiten darum kĂŒmmert, dass es nicht zu Streit innerhalb „seiner Erbengemeinschaft“ fĂŒhrt. Wesentliche Entscheidungen können im Rahmen eines Testamentes oder Erbvertrages festgelegt werden. Streit innerhalb der Erbengemeinschaft kann dann von vornherein nicht entstehen.

Alle Mitglieder einer Erbengemeinschaft mĂŒssen bedenken, dass sie nicht nur fĂŒr den Nutzen aus dem Vermögen des Erblassers haben, sondern auch mit dessen Schulden umgehen mĂŒssen. Hat der Verstorbene VertrĂ€ge abgeschlossen, so mĂŒssen sie von der Erbengemeinschaft erfĂŒllt werden sie mĂŒssen sich darum kĂŒmmern, dass die eingegangenen Verpflichtungen ihr Ende finden (z. B. KĂŒndigung von MietvertrĂ€gen).

Rechtsanwalt fĂŒr Erbrecht: was ist eine Erbengemeinschaft?

Sind mehrere Erben vorhanden, so bilden diese stets eine Erbengemeinschaft. Sie stellt damit eine Zwangsgemeinschaft dar, da ihr Entstehen gesetzlich vorgeschrieben ist.

In juristischer Hinsicht ist die Erbengemeinschaft eine Gesamthandsgemeinschaft. Das bedeutet, dass es sich um eine Gemeinschaft von Personen handelt, denen das Vermögen des Erblassers gemeinschaftlich zusteht. Die NachlassgegenstÀnde gehören damit keinem der Miterben alleine, sondern alles gehört allen gemeinsam. Es entsteht damit eine Art Zwangsgemeinschaft.

Die Erbengemeinschaft ist dabei weder rechtsfĂ€hig noch parteifĂ€hig. Dies hat zur Konsequenz, dass die Erbengemeinschaft keine Verbindlichkeiten als Vertragspartner eingehen kann und auch vor Gericht weder klagen, noch verklagt werden kann. MĂŒssen zum Beispiel Reparaturmaßnahmen an einer Nachlassimmobilie beauftragt werden, so wird nicht die Erbengemeinschaft, sondern sĂ€mtliche Erben als Mitglieder dieser Gemeinschaft Auftraggeber.

Eine zentrale Aufgabe der Erbengemeinschaft ist zunĂ€chst die Verwaltung des Nachlasses. Dies beginnt mit der Feststellung, welche GegenstĂ€nde ĂŒberhaupt zum Nachlass gehören und beinhaltet das ErfĂŒllen von Nachlassverbindlichkeiten und das Beschließen von Erhaltungsmaßnahme. Das gesetzlich vorgeschriebene Ziel ist allerdings die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft. Das bedeutet, dass die Gemeinschaft nicht erhalten bleiben, sondern sich auflösen soll. Voraussetzung hierfĂŒr ist, dass der gesamte Nachlass unter den Miterben verteilt wurde.

Frage an den Fachanwalt: wie funktioniert die Stimmenverteilung und Beschlussfassung in der Erbengemeinschaft?

Die Verwaltung des Nachlasses ist ein Gemeinschaftsprojekt der Erben. Deren Entscheidungen werden dabei grundsĂ€tzlich durch Beschluss gefasst. Wie in einem Parlament können VorschlĂ€ge unterbreitet werden, welche Verwaltungsmaßnahmen getroffen und welche NachlassgegenstĂ€nde verĂ€ußert bzw. zu welchem Gegenwert von einem der Miterben ĂŒbernommen werden sollen. HierĂŒber hat die Gemeinschaft abzustimmen.

Wie können BeschlĂŒsse in der Erbengemeinschaft gefasst werden? Per WhatsApp?

Auf welche Art und Weise die Miterben ihre BeschlĂŒsse fassen, ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Mit anderen Worten können die Mitglieder der Erbengemeinschaft hierĂŒber selbst entscheiden.

SelbstverstĂ€ndlich können hierzu persönliche Treffen vereinbart werden, in Rahmen dessen diese BeschlĂŒsse gefasst werden. Die Technik bietet mittlerweile allerdings Möglichkeiten, die weniger Kosten- und zeitintensiv sind. Beschlussfassungen per E-Mail, Telefon- und/oder Videokonferenz sind dabei ebenso zulĂ€ssig wie Beschlussfassungen per WhatsApp oder sonstige Messenger-Dienste.

Zwei Bedingungen mĂŒssen fĂŒr die Wirksamkeit der Beschlussfassung erfĂŒllt sein:

– Zum einen mĂŒssen sich die Mitglieder der Erbengemeinschaft einstimmig auf die Art und Weise der Beschlussfassung vorab geeinigt haben.

– Zum anderen muss stets sichergestellt sein, dass jeder Erbe rechtzeitig ĂŒber die anstehenden BeschlĂŒsse informiert wird und er die Möglichkeit hat, seine Meinung und seine Stimme abgeben zu können.

Mit welchen Mehrheiten kann die Erbengemeinschaft Maßnahmen beschließen?

Die Art der Verwaltungsmaßnahme entscheidet darĂŒber, mit welcher Stimmenmehrheit ĂŒber sie beschlossen werden kann. Die Stimmenverteilung richtet sich dabei nach der Erbquote. Diese Quote gibt vor, welchen Stimmenanteil der jeweilige Erbe hat.

GrundsĂ€tzlich unterscheidet das Gesetz drei verschiedene Arten von Verwaltungsmaßnahmen:

    • Eine notwendige Erhaltungsmaßnahme kann kurzfristig und ohne Zustimmung der Miterben veranlasst werden. Notwendig ist sie dann, wenn hierdurch der Eintritt eines grĂ¶ĂŸeren Schadens fĂŒr das Nachlassvermögen verhindert werden. In diesem Fall wird dem handelnden Erben die bereits angesprochenen Kompetenz zur NotgeschĂ€ftsfĂŒhrung seitens Gesetzes eingerĂ€umt.
    • Maßnahmen der sogenannten ordnungsgemĂ€ĂŸen Verwaltung sind der Regelfall. Hierunter fallen Maßnahmen, die im Interesse aller Erben sind und den Nachlassgegenstand selbst nicht grundsĂ€tzlich Ă€ndern oder vermindern. Ein Beispiel hierfĂŒr wĂ€ren Renovierungs- und Verschönerungsarbeiten an einem Haus. Über solche Maßnahmen entscheidet die Erbengemeinschaft mit einfacher Mehrheit.
    • Außerordentliche bzw. wesentliche Entscheidung ĂŒber einen Nachlassgegenstand mĂŒssen einstimmig getroffen werden. Hierunter fallen BeschlĂŒsse ĂŒber den Verkauf eines Gegenstandes oder die KĂŒndigung eines Vertrages. Hiervon umfasst sind somit Entscheidungen, durch die der Nachlassgegenstand endgĂŒltig weggegeben wird und damit nicht mehr Teil der Gesamthand ist.

Kann die Erbengemeinschaft auch einen Verwalter/GeschĂ€ftsfĂŒhrer bestellen?

Alternativ oder ergĂ€nzend kann die Erbengemeinschaft einen Verwalter bestimmen. Diesem werden – ebenfalls durch Beschluss – vergleichbar einem GeschĂ€ftsfĂŒhrer Kompetenzen eingerĂ€umt.

Im Rahmen dieser Kompetenzen kann der Verwalter Verwaltungsmaßnahmen bis hin zum Verkauf von NachlassgegenstĂ€nden eigenstĂ€ndig ausfĂŒhren. HĂ€lt sich der Verwalter innerhalb dieser Kompetenzen, so gilt dessen TĂ€tigkeit als von der Erbengemeinschaft genehmigt.

Der Vorteil der Bestellung eines Verwalters liegt auf der Hand. Steht zum Beispiel die Renovierung und der anschließende Verkauf eines Hauses an, so muss die Erbengemeinschaft nicht ĂŒber jeden einzelnen Schritt bis zum endgĂŒltigen Verkauf entscheiden. Vielmehr kann ein Verwalter – in der Regel aus den Reihen der Erben – bestimmt und mit dieser Aufgabe betraut werden. Der Verwalter sollte möglichst vor Ort und/oder vom Fach sein. Dieser kann hiernach selbstĂ€ndig die Reparaturmaßnahmen beauftragen, ĂŒberwachen und abnehmen und im Weiteren einen Immobilienmakler suchen oder aber selbst auf KĂ€ufersuche gehen.

Der Nachteil an einem solchen Vorgehen ist, dass man als Erbengemeinschaft diesem Verwalter vertrauen muss. FĂŒhrt er seine Aufgaben nicht sorgfĂ€ltig durch und entstehen hierdurch SchĂ€den, so ist es hĂ€ufig schwierig, Schadensersatz zu erlangen. Das grĂ¶ĂŸere Problem dĂŒrfte aber sein, dass es stets schwer fĂ€llt, eine Person zu finden, der man die Übernahme dieser Aufgabe zutraut und der zeitgleich auch bereit ist, sie ĂŒberhaupt zu ĂŒbernehmen.

ErhĂ€lt ein Verwalter eine VergĂŒtung?

Erbengemeinschaft zahlen

FĂŒr die Frage, ob ein Verwalter eine VergĂŒtung fĂŒr seine TĂ€tigkeit bekommt, sind zwei FĂ€lle zu unterscheiden. Der eine Fall betrifft die im vorgenannten Absatz genannten UmstĂ€nde, wonach der Miterbe zum Handeln ermĂ€chtigt wurde. Im anderen Fall nimmt ein Erbe das Heft des Handelns in die Hand, ohne seine Miterben vorher zu fragen und diese mit seiner TĂ€tigkeit auch nicht einverstanden sind.

Wurde der Miterbe von der Erbengemeinschaft zum Verwalter fĂŒr eine bestimmte Aufgabe erfĂŒllt, so steht handelnden Erben ein Anspruch auf Erstattung seiner Aufwendungen nach §§ 2038 Abs. 2, 748 BGB zu. Dies erfasst allerdings grundsĂ€tzlich nur tatsĂ€chliche Aufwendungen. Ein Ausgleich fĂŒr die aufgewandte Zeit kann nur verlangt werden, wenn dies mit den Miterben vorher vereinbart worden war oder diese im Nachhinein ihm einen solchen Ausgleich zubilligen.

War der Miterbe zum Handeln hingegen im Vorfeld weder ermÀchtigt worden noch genehmigt die Erbengemeinschaft im Nachhinein seine TÀtigkeit, so sind erneut zwei FÀlle zu unterscheiden:

    • Im Fall der sogenannten NotgeschĂ€ftsfĂŒhrung besteht ein Anspruch des Miterben auf Erstattung seiner Aufwendungen. NotgeschĂ€ftsfĂŒhrung umfasst dabei Maßnahmen, die unmittelbar durchgefĂŒhrt werden mussten, um weiteren Schaden zu verhindern. Von der NotgeschĂ€ftsfĂŒhrung ist zum Beispiel die Beauftragung eines Handwerkers im Falle eines Rohrbruchs in einer Nachlassimmobilie umfasst.
    • Liegt kein Fall einer NotgeschĂ€ftsfĂŒhrung vor, so wird es fĂŒr den handelnden Erben schwierig, Ersatz fĂŒr seine Aufwendungen zu erhalten. Einen solchen erhĂ€lt er nur dann, wenn er nachweisen kann, dass die vorgenommene Maßnahme „dem Interesse und dem wirklichen oder mutmaßlichen Willen sĂ€mtlicher Erben“ (siehe § 683 BGB) entsprochen habe. Diesen Nachweis wird er in aller Regel nur sehr schwer fĂŒhren können.

Was kann bei Streit oder Stimmengleichheit unternommen werden?

Die Erbengemeinschaft birgt großes Konfliktpotenzial. Schon wegen der notwendigen Einstimmigkeit bei Entscheidungen ĂŒber den Verkauf eines Gegenstandes kann bereits ein einzelner Erbe die Auseinandersetzung des gesamten Nachlasses blockieren. Daneben ist die emotionale Verbindung unter den Erben hĂ€ufiger Grund dafĂŒr, dass eine Gemeinschaft wichtige Entscheidungen nicht fĂ€llen kann oder es bereits keine Kommunikation mehr unter den Erben gibt. Dies ist allerdings notwendige Voraussetzung, um ĂŒberhaupt BeschlĂŒsse fassen zu können.

Ein weiterer Grund sind fehlende Kenntnisse und Unwissenheit. Fehlvorstellungen ĂŒber tatsĂ€chliche Marktwerte einzelner NachlassgegenstĂ€nde und mangelnde Kenntnisse ĂŒber AblĂ€ufe und Pflichten innerhalb einer Erbengemeinschaft schĂŒren Misstrauen und VerĂ€rgerung unter den Erben.

In einem frĂŒhen Stadium können klĂ€rende GesprĂ€che oder die Einschaltung eines Mediators helfen.

In vielen FÀllen erfolgt der Gang zum Mediator allerdings zu spÀt. Sind die Fronten erst einmal verhÀrtet, kann selbst bei einfachen Problemen keine gemeinsame Lösung mehr gefunden werden. Am Ende bleibt hier nur der Gang zum Rechtsanwalt. Dieser kann eigene Kommunikationswege öffnen, VorschlÀge zur Verwaltung oder bereits zur Auseinandersetzung der Gemeinschaft unterbreiten und diese gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen.

Kann ein Testament Streit verhindern?

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Um Streit in einer Erbengemeinschaft zu verhindern, muss man sehr viel frĂŒher ansetzen. Die besten Chancen hierfĂŒr hat der Erblasser zu seinen Lebzeiten. Im Rahmen eines Testamentes oder eines Erbvertrages kann man VerfĂŒgungen und Anordnungen hinsichtlich seines Nachlasses treffen, die die Erbengemeinschaft strikt zu befolgen hat. Streit kann dann gar nicht erst aufkommen.

Insbesondere zwei Möglichkeiten stehen jedem zur VerfĂŒgung, um zukĂŒnftigen Streit in seiner eigenen Erbengemeinschaft bereits im Keim zu ersticken.

Bei Anordnung einer Testamentsvollstreckung ĂŒbernimmt der Testamentsvollstrecker die Verwaltung, Verwertung und Verteilung des Nachlasses an die Erben. Eine RĂŒcksprache mit den Erben ist zwar stets sinnvoll. Auf die Zustimmung der Erben fĂŒr das von ihm geplante Vorgehen ist er jedoch nicht angewiesen.

Die Testamentsvollstreckung muss allerdings ausdrĂŒcklich in einem Testament angeordnet werden. Eine nachtrĂ€gliche Anordnung – auch nicht durch einen Beschluss der Erbengemeinschaft – ist nicht möglich. Wenn Sie mehr ĂŒber das Thema Testamentsvollstreckung erfahren möchten


DarĂŒber hinaus können in einem Testament Teilungsanordnungen verfĂŒgt werden. Hierdurch bestimmt der Erblasser selbst, welche GegenstĂ€nde an welchen seiner Erben gehen sollen. Die gleichzeitige Bestimmung eines Anrechnungswertes fĂŒr diesen Gegenstand erleichtert im Weiteren die Auseinandersetzung des ĂŒbrigen Nachlasses.

Der einzige Nachteil an diesem Vorgehen ist, dass sich das eigene Vermögen und damit auch der Nachlass im Laufe der Zeit verÀndern. Sind diese VerÀnderungen grundsÀtzlicher Natur, so sollte auch das Testament und die hierin getroffenen Teilungsanordnungen hieran angepasst werden.

Kanzlei Göddecke RechtsanwĂ€lte in Siegburg: Leistungen fĂŒr Erben und Erbengemeinschaften

Die Kanzlei Göddecke RechtsanwÀlte in Siegburg berÀt bundesweit Erbengemeinschaften und Erben bei der Erbauseinandersetzung. Dabei profitieren Sie unter anderem von den folgenden Leistungen:

Gerechten Interessensausgleich erzielen:

Die notwendige Einstimmigkeit aller Erben bei Entscheidungen birgt ein enormes Konfliktpotential. Sorgen Sie mit UnterstĂŒtzung der Kanzlei Göddecke RechtsanwĂ€lte in Ihrer Erbengemeinschaft fĂŒr einen gerechten Interessenausgleich. Die gĂŒtliche Einigung unter BerĂŒcksichtigung aller Interessen hat fĂŒr uns PrioritĂ€t.

Nachlass bestmöglich verteilen

Ziel der Erbengemeinschaft ist die Erbauseinandersetzung. Dabei handelt es sich um die Verteilung des Überschusses nach Begleichung der Verbindlichkeiten, sofern solche ĂŒberhaupt bestehen.

Wir ziehen fĂŒr Sie Bilanz und sorgen als Ihre RechtsanwĂ€lte fĂŒr den korrekten Überblick. Anschließend kĂŒmmern wir uns um die Aufteilung des Nachlasses. Dieser erfolgt immer zunĂ€chst in Natur.

Konkret heißt das: Jeder Erbe erhĂ€lt konkrete Teile des Nachlasses, etwa Möbel, WertgegenstĂ€nde, GrundstĂŒcke, Unternehmensanteile etc. FĂŒr den Fall, dass die Aufteilung in Natur nicht möglich sein sollte, etwa weil es sich bei dem Nachlass vor allem um ein einzelnes werthaltiges Objekt wie eine Immobilie handelt, muss dieses verkauft und der Erlös auf alle Erben aufgeteilt werden oder ein Miterbe ĂŒbernimmt die Immobilie und leistet den anderen sogenannte Abstandzahlungen. Als Ihre RechtsanwĂ€lte setzen wir uns in Ihrem Interesse fĂŒr einen geordneten Ablauf ein: korrekte Bewertung, professioneller Verkauf, faire Aufteilung. Von ĂŒbereilten ZwangsverkĂ€ufen raten wir prinzipiell ab. Denn wir wollen, dass Sie und Ihre Miterben den bestmöglichen Preis erzielen.

Wenn es erforderlich erscheint, sorgen wir dafĂŒr, dass MietertrĂ€ge aus einer vererbten Immobilie gezogen werden können oder diese – wenn es in der Erbengemeinschaft ĂŒberhaupt nicht klappt – versteigert wird.

RechtsirrtĂŒmer vermeiden

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Wir bereiten fĂŒr Sie und Ihre Erben alle rechtlichen Fragen verstĂ€ndlich auf. So verhindern Sie wirksam rechtliche FehleinschĂ€tzungen, die in vielen Erbengemeinschaften zu Streit fĂŒhren.

AblÀufe professionell organisieren

Die Kanzlei Göddecke RechtsanwĂ€lte setzt sich fĂŒr eine professionelle Organisation aller AblĂ€ufe bei der Erbauseinandersetzung ein. Konkret heißt das: Wir bereiten die internen Treffen Ihrer Erbengemeinschaft vor, unterstĂŒtzen Sie bei diesen GesprĂ€chen mit ĂŒbersichtlichen Informationen, und stehen Ihnen als Moderatoren zur VerfĂŒgung. So sorgen Sie fĂŒr einen geordneten und ruhigen Ablauf bei der Erbauseinandersetzung.

Starker Partner fĂŒr Verhandlungen

Als Erbengemeinschaft mĂŒssen Sie sich in aller Regel um eine Vielzahl von VertrĂ€gen kĂŒmmern, die fĂŒr Sie nicht immer zum Alltag gehören. Unsere RechtsanwĂ€lte stehen Ihnen bei externen Verhandlungen mit Banken, Versicherungen, Immobilienmaklern etc. als starker Partner zur Seite. Bei diesen Verhandlungen profitieren Sie von der Erfahrung und rechtlichen Expertise unserer FachanwĂ€lte fĂŒr Erbrecht, Steuerrecht sowie fĂŒr Bank- und Kapitalmarktrecht.

Mit dem Finanzamt abrechnen

Wie das Finanzamt vom Erbfall informiert wird göddecke rechtsanwÀlte

Auch fĂŒr die Erben einer Erbengemeinschaft stellt sich die Frage nach der Erbschaftssteuer und bei laufenden ErtrĂ€gen zum Beispiel aus vermieteten Immobilien auch noch der Einkommensteuer. Unsere AnwĂ€lte fĂŒr Erbrecht und Steuerrecht unterstĂŒtzen Sie bei der korrekten Berechnung der Steuerlast und bei der Kommunikation mit dem Finanzamt.

Erbengemeinschaften versteuern nicht die ErtrĂ€ge aus dem Erbe direkt. Die Besteuerung erfolgt ĂŒber die einzelnen Personen der Erbengemeinschaft. Dazu erlĂ€sst das Finanzamt einen Feststellungsbescheid, der alle Punkte fĂŒr die Erben auffĂŒhrt und verteilt die erzielten ErtrĂ€ge (oder Verluste) in der Folge auf die einzelnen Miterben entsprechende ihres Anteils am Erbe (Aufteilungsquote). Wichtig ist es, hier auf die steuerlich richtige Einkunftsart zu achten, weil die Besteuerungsregelungen unterschiedlich sind und unter UmstĂ€nden unterschiedliche FinanzĂ€mter zustĂ€ndig sein können.

Außerdem prĂŒfen wir fĂŒr Sie die erlassenen Steuerbescheide und setzen uns bei fehlerhaften Steuerbescheiden fĂŒr Ihre Rechte und die Reduzierung der steuerlichen Belastung Ihres Erbes ein.

Rechte gegen Miterben durchsetzen

Nicht jede Erbauseinandersetzung lĂ€uft geschmeidig ab. Kein Wunder! Denn die Erben verfolgen in aller Regel unterschiedliche Ziele. Wo sich ein Konflikt nicht mehr vermeiden lĂ€sst, setzen wir uns fĂŒr Ihre persönlichen Interessen als Erbe und Ihre Rechte gegenĂŒber Ihren Miterben ein. Auch in KonfliktfĂ€llen setzen wir zunĂ€chst auf den Verhandlungsweg. Die Praxis zeigt, dass wir durch eine rechtlich fundierte und geschickte VerhandlungsfĂŒhrung fĂŒr unsere Mandanten oft schon die wirtschaftlich optimale Lösung erreichen.

Wo sich Ihre Miterben einer sinnvollen Lösung völlig verweigern, vertreten wir Ihre Rechte und Interessen nach sorgfĂ€ltiger Beratung auch vor Gericht. Unser Ziel ist nicht der lange Prozess, sondern ein fĂŒr Sie sinnvolles Ergebnis – und zwar sowohl wirtschaftlich als auch emotional.

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